„Für Sie gelesen …“

Jeden Monat, jede Woche, jeden Tag erscheint eine Vielzahl von Fachbeiträgen rund um die Themen Führung, Motivation und Coaching. Artikel aus Fachzeitschriften, Studien und Publikationen, die wir interessant und lesenswert finden, stellen wir Ihnen in dieser Rubrik in unregelmäßigen Abständen vor. Schauen Sie ab und zu rein in „Für Sie gelesen …“ und erfahren Sie, was es Neues gibt!


#rockingremote: Der Brief aus der Zukunft

ada - benannt nach der britischen Mathematikerin Ada Lovelace - ist eine journalistische Zukunftsplattform und digitale Bildungsoffensive mit Partnern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien. Trends und Technologien im Heute für morgen werden von den Journalist*innen und Wissenschafter*innen aufgespürt, ausgewählt und aufbereitet. Neben Magazin, Podcast, Event und Fellowship-Programm bietet ada seit März einen wöchentlich erscheinenden Newsletter an. Ganz nah dran am aktuellen Geschehen beispielsweise die Ausgabe vom 26.03.2020. Für viele von uns neigt sich die zweite Woche im Home Office dem Ende zu, manchmal schon die erste "Bewährungsprobe" für Familie, Beziehung und das Ich. Weil Lachen die beste Medizin ist, sei das im Newsletter verlinkte Video "Wie sich eine Videokonferenz auch nutzen lässt, solange das Mikrofon stummgeschaltet ist" besonders ans Herz gelegt.

Zum Newsletter


Mitarbeiterbindung ist Aufgabe der Führungskräfte

Gehen oder bleiben? Oft geben die Führungskräfte den Ausschlag. HR kann ihnen als Sparringspartner helfen, sagt Goran Barić, Geschäftsführer der Page Group.
„Ich bin ja sowieso bald weg“ – das denken sich laut dem aktuellen Engagement Index 2019 des Meinungsforschungsinstituts Gallup fast sechs Millionen Angestellte in Deutschland. Sie sind mit ihrer derzeitigen Jobsituation unzufrieden und haben bereits innerlich gekündigt. Was fehlt, ist die emotionale Bindung zu ihrem Arbeitgeber. Viele Kandidaten, die sich bei uns als Personalberatung melden, bestätigen das. Sie fühlen sich in ihrem Job nicht genügend gefördert und sind von ihren Chefs enttäuscht. Um Mitarbeiter emotional und langfristig an ihr Unternehmen zu binden, müssen Personalverantwortliche und Führungskräfte das Thema ernst nehmen und selbst mit ganzem Herzen dabei sein. Denn egal wie viel Unternehmen bereits in Mitarbeiterbindung investieren, es ist in Zeiten von Fachkräfte- und Personalmangel nicht genug.

Zum Artikel


Flache Hierarchien und bedrohte Platzhirsche

Flache Hierarchien gelten als das Nonplusultra der modernen Personalführung. Mit dem Chef per Du zu sein, ist jedoch nicht für jeden etwas. Manch altgedienter Mitarbeiter verweigert sich der neuen Unternehmenskultur – aus Furcht vor dem Statusverlust. Oft hapert es bei der Selbstwahrnehmung; Überzeugungsarbeit durch frühzeitige Kommunikation kann für Entspannung sorgen.

Zum Artikel


Aufstieg zum Chef ohne Vorbereitung macht nicht froh

Laut einer Befragung bekommen nur die wenigsten angehenden Führungskräfte die Möglichkeit etwa in Form eines Coachings, sich vorab auf ihre neue verantwortungsvolle Rolle einzustellen. Jeder Dritte hat nie ein Führungskräftetraining durchlaufen. Viele neue Chefs sind nach der Beförderung dann auch nicht glücklich.

Zum Artikel


Wie sich das Wohlbefinden der Führungskraft auf ihren Führungsstil auswirkt

Organisieren, koordinieren, Verantwortung tragen – Führungskräfte müssen viel leisten. Da spielt ihre Gesundheit eine entscheidende Rolle. Doch bislang war wenig darüber bekannt, wie es um das Wohlbefinden von Führungskräften steht und wie sich dieses auf den Führungsstil auswirkt. Ein Forschungsteam der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Universität Koblenz-Landau veröffentlichte kürzlich eine Metastudie über das Zusammenspiel von Wohlbefinden und Führung im Fachjournal Work & Stress. Die Metastudie bestätigt die Annahmen des Forschungsteams, dass ein hohes Wohlbefinden mit konstruktivem Führungsverhalten in Zusammenhang steht. Ferner fand das Team heraus, dass gestresste, emotional erschöpfte und von Burnout bedrohte Vorgesetzte zu einem eher negativen Führungsstil neigen beziehungsweise dass negatives Führen mit einem geringeren Wohlbefinden in Zusammenhang steht. Weitere Ergebnisse finden sich in einem Summary des Online-Journals "Wirtschaftspsychologie aktuell". Dort auch ein Link zum vollständigen Artikel der Wissenschaftler in der Fachpresse.

Zum Artikel


Darum "15 Minuten Wirtschaftspsychologie" mit Prof. Dr. Uwe Peter Kanning

Seit über 50 Jahren forschen Psychologen an Themen, die die Unternehmen betreffen; etwa die Personalauswahl und wie sie sich optimieren lässt, haben inzwischen zahlreiche Studien untersucht. Doch wenige Erkenntnisse schaffen es in die Praxis. Diesem "Missstand" möchte der Wirtschaftspsychologe Prof. Dr. Uwe Peter Kanning von der Hochschule Osnabrück in seiner Serie "15 Minuten Wirtschaftspsychologie" entgegenwirken. Regelmäßig widmet sich der Experte auf seinem Youtube-Channel in einem allgemein verständlichen und praxisnahen Kurzvideo Fragen des Personalmarketings, der Bewerberauswahl, der Personaldiagnostik oder auch der Aussagekraft von Personaldaten in sozialen Netzwerken. 15 Minuten, die sich Personaler und Führungskräfte ab und zu nehmen sollten!

Zum Youtube-Kanal


Was es heißt, etwas Großes zu wagen

„Es ist nicht der Kritiker, der zählt, nicht derjenige, der aufzeigt, wie der Starke gestolpert ist, oder wo der, der Taten gesetzt hat, sie hätte besser machen können. Die Anerkennung gehört dem, der wirklich in der Arena ist; dessen Gesicht verschmiert ist von Staub und Schweiß und Blut; der sich tapfer bemüht; der irrt und wieder und wieder scheitert; der die große Begeisterung kennt, die große Hingabe, und sich an einer würdigen Sache verausgabt; der, im besten Fall, am Ende den Triumph der großen Leistung erfährt; und der, im schlechtesten Fall des Scheiterns, zumindest dabei scheitert, dass er etwas Großes gewagt hat ...“


Der voranstehende Auszug stammt aus einer Rede des amerikanischen Präsidenten Theodore Roosevelt mit dem Titel „Citizenship in a Republic“. Er hielt diese Ansprache, die auch unter dem Namen „Der Mann in der Arena“ bekannt geworden ist, im Frühjahr 1910 an der französischen Universität Sorbonne in Paris.

Die amerikanische Autorin Brené Brown bezieht sich am Beginn ihres Buches „Verletzlichkeit macht stark“ (2017 bei Goldmann in München als Taschenbuch erschienen) auf diese Rede und interpretiert sie. Neben einer allgemeinen Empfehlung dieses Buches möchten wir Ihnen die Auslegung von Brené Brown besonders ans Herz legen (ebd., S. 12f.):

„Als ich das Zitat [Anm., aus der Rede des Präsidenten] zum ersten Mal las, wurde mir klar: Das ist Verletzlichkeit. Diese Worte beschreiben genau das, was ich auch in meiner langjährigen Forschungsarbeit über Verletzlichkeit herausgefunden habe. Es geht nicht darum, nur Sieg oder Niederlage zu kennen. Verletzlichkeit zuzulassen bedeutet, die Notwendigkeit beider zu verstehen, und es geht vor allem darum, sich für eine Sache, die es wert ist, zu engagieren, sich rückhaltlos einzusetzen.

Verletzlichkeit darf man nicht mit Schwäche verwechseln. Und die Ungewissheit, das Risiko und die emotionale Blöße, denen wir tagtäglich ausgesetzt sind, stehen nicht grundsätzlich zur Disposition. Wir haben lediglich die Wahl, inwieweit wir uns täglich darauf einlassen. Unsere Bereitwilligkeit, zu unserer Verletzlichkeit zu stehen und sie zuzulassen, bestimmt das Ausmaß unseres Muts und der Klarheit, mit der wir unser Ziel sehen. Der Grad, in dem wir uns gegen die Verletzlichkeit zu schützen versuchen, ist ein Maß für unsere Angst und unsere Unverbundenheit.

Wenn wir in unserem Leben darauf warten, irgendwann einmal perfekt oder unverwundbar zu sein, bevor wir in die Arena treten, opfern wir letztlich Beziehungen und Gelegenheiten, die vielleicht nie wiederkehren. Wir verschwenden unsere wertvolle Zeit im Jetzt und missachten unsere Gaben, jene einzigartigen Beiträge, die nur wir leisten können.

Perfektion und Unverwundbarkeit zu erlangen ist ein verführerisches Ziel, aber im menschlichen Leben unrealistisch. Wir müssen in die Arena treten, wie und wo immer sie sich uns auch darbieten mag – als eine neue Beziehung, eine wichtige Konferenz, ein schöpferischer Prozess oder ein schwieriges Gespräch in der Familie. Und wir müssen uns mutig und bereitwillig darauf einlassen. Statt am Rand sitzen zu bleiben und mit Urteilen und klugen Sprüchen zu blenden, müssen wir es wagen, mitzumachen und uns einzubringen. Das ist gemeint, wenn wir davon sprechen, Verletzlichkeit zuzulassen. Das heißt es, etwas Großes zu wagen.

Lassen Sie uns in diesem Buch nun also gemeinsam die Fragen untersuchen, die uns auf dem Weg dorthin begleiten:

- Was steckt hinter der Angst, sich verletzlich zu zeigen?
- Wie schützen wir uns selbst vor der Verletzlichkeit?
- Welchen Preis zahlen wir, wenn wir uns abschotten und zurückziehen?
- Wie können wir zu unserer Verletzlichkeit stehen und sie zulassen, damit sich ein allmählicher Wandel in der Art und Weise vollzieht, wie wir leben, lieben, erziehen und in Führungspositionen auftreten? (...)“


We love robots: Studie untersucht Empathie für Maschinen

Maschinen mit künstlicher Intelligenz halten Einzug in unser tägliches Leben. Haushalt und Gesundheitswesen sind nur zwei von vielen Beispielen. Wie stehen wir diesen neuen Helfern und täglichen Begleitern gegenüber? Welche Eigenschaften und womöglich "Empfindungen" interpretieren wir in sie hinein? In einer Studie kreierten Forscher der Universitäten Nijmegen und München ein "moralisches Dilemma" und deckten die Zuschreibungen auf, mit denen wir Maschinen vermenschlichen. Spannender Ansatz!

Zum Artikel


Sinnhaftigkeit: Sechs Tipps für mehr Sinn bei der Arbeit

Keine Frage! Arbeit macht in jedem Fall Sinn - schon deshalb, weil Gehalt fließt. Doch das reicht nicht aus, um uns zur Arbeit zu motivieren, unser Bestes zu geben und vorankommen zu wollen. Wie Arbeit gestaltet sein muss, damit sie als sinnvoll wahrgenommen wird, was wir selbst dafür tun können, Sinn bei der Arbeit zu erleben - die WirtschaftsWoche hat in ihrem Online-Beitrag guten Rat parat.

Zum Artikel


Und deshalb: Achte auf Deine Worte!

• Vor allem auf die Sorte derer, die verletzen – die Menschen entsetzen.
• Die Nationen auseinander dividieren, ohne sich vor Unwahrheiten zu genieren.
• Und deshalb: Achte auf Deine Worte!


• Und wähle eine Sorte, die Menschen vielleicht sogar beglückt.
• In denen sich Respekt nicht allzu sehr versteckt.
• Und deshalb: Achte auf Deine Worte!
• Denn Worte können heilen und also lass uns doch verweilen – im Nachdenken, im Sinnieren.
• Denn gute Worte brauchen Zeit.
• Worte berühren, verführen, betören und zerstören.
• Worte verletzen und können heilen.
• Mal eilen sie von Herz zu Herz, kritisieren und verursachen Schmerz.
• Worte phantasieren, dirigieren, schwadronieren, kontrollieren, insistieren, faszinieren, aktivieren.
• Worte bringen gute Ziele zum Sieg.
• Gewinnen und nehmen Abschied.
• Worte formen Beziehungen.
• Und auch, wenn es Dich bedrückt, sie entscheiden über Glück – und Unglück.
• Worte weisen Dich in Deine Schranken oder lassen Dich Gedanken tanken.
• Worte kannst Du wörtlich nehmen.
• Und deshalb: Achte auf Deine Worte!
• Also los! Machen wir die Welt zu einem besseren Ort.
• Und am Anfang steht das Wort!

Zur Quelle


"Die Persönlichkeitsentwicklung ist niemals fertig". Ein Interview mit der Psychologieprofessorin Jule Specht

Früher galt: Mit 30 sind wir, wer wir sind. Neue Ergebnisse zeigen: Gerade im Alter verändern sich viele noch einmal radikal. Was formt unsere Persönlichkeit? Überraschung! Zum Teil sind es ganz andere Faktoren, als wir meinen. Zeit online sprach mit Jule Specht, Professorin für Persönlichkeitspsychologie an der Humboldt-Universität Berlin. Die junge Wissenschaftlerin und ihr Team fanden Interessantes heraus: zum Beispiel, dass der Job unser "Wesen" stärker verändert als die Geburt eines Kindes.

Zum Artikel


Arbeiten am Wochenende: Und was ist mit der Work-Life-Balance??

Immer mehr Menschen arbeiten am Wochenende. Freiwillig und aus unterschiedlichen Gründen. Dass das für den viel geforderten Einklang von "Arbeit" und "Leben" sogar förderlich sein kann, fanden jetzt Organisations- und Personalpsychologen der Universität Rostock heraus. Sie ließen über 80 Berufstätige mehrere Monate lang Tagebuch führen und konnten zeigen: "Erholung und Arbeit am Wochenende schließen sich keinesfalls aus und können mit einer gelungenen Work-Life-Balance vereinbar sein“, so der Hauptautor der Studie, Oliver Weigelt.

Unter welchen Umständen das Arbeiten am Wochenende förderlich ist und unter welchen nicht, fasst ein Bericht auf dem Portal "Wirtschaftspsychologie aktuell" prägnant zusammen. Dort außerdem: der Link zum Fachartikel.

Zum Artikel


Bewerber umschmeicheln – Gekündigte verstoßen?

Kündigungen sind im beruflichen Umfeld oft unvermeidlich. Sie können Menschen aus dem Gleichgewicht bringen. Ob das passiert, hängt auch von der Unternehmenskultur ab. Wie es um Letztere in Bezug auf Kündigungen in der Schweiz steht, hat die Firma NeumannZanetti&Partner in einer Studie untersucht. Die Ergebnisse sind über die Schweizer Grenzen hinaus interessant.

Zum Artikel