„Für Sie gelesen …“

Jeden Monat, jede Woche, jeden Tag erscheint eine Vielzahl von Fachbeiträgen rund um die Themen Führung, Motivation und Coaching. Artikel aus Fachzeitschriften, Studien und Publikationen, die wir interessant und lesenswert finden, stellen wir Ihnen in dieser Rubrik in unregelmäßigen Abständen vor. Schauen Sie ab und zu rein in „Für Sie gelesen …“ und erfahren Sie, was es Neues gibt!


Was es heißt, etwas Großes zu wagen

„Es ist nicht der Kritiker, der zählt, nicht derjenige, der aufzeigt, wie der Starke gestolpert ist, oder wo der, der Taten gesetzt hat, sie hätte besser machen können. Die Anerkennung gehört dem, der wirklich in der Arena ist; dessen Gesicht verschmiert ist von Staub und Schweiß und Blut; der sich tapfer bemüht; der irrt und wieder und wieder scheitert; der die große Begeisterung kennt, die große Hingabe, und sich an einer würdigen Sache verausgabt; der, im besten Fall, am Ende den Triumph der großen Leistung erfährt; und der, im schlechtesten Fall des Scheiterns, zumindest dabei scheitert, dass er etwas Großes gewagt hat ...“


Der voranstehende Auszug stammt aus einer Rede des amerikanischen Präsidenten Theodore Roosevelt mit dem Titel „Citizenship in a Republic“. Er hielt diese Ansprache, die auch unter dem Namen „Der Mann in der Arena“ bekannt geworden ist, im Frühjahr 1910 an der französischen Universität Sorbonne in Paris.

Die amerikanische Autorin Brené Brown bezieht sich am Beginn ihres Buches „Verletzlichkeit macht stark“ (2017 bei Goldmann in München als Taschenbuch erschienen) auf diese Rede und interpretiert sie. Neben einer allgemeinen Empfehlung dieses Buches möchten wir Ihnen die Auslegung von Brené Brown besonders ans Herz legen (ebd., S. 12f.):

„Als ich das Zitat [Anm., aus der Rede des Präsidenten] zum ersten Mal las, wurde mir klar: Das ist Verletzlichkeit. Diese Worte beschreiben genau das, was ich auch in meiner langjährigen Forschungsarbeit über Verletzlichkeit herausgefunden habe. Es geht nicht darum, nur Sieg oder Niederlage zu kennen. Verletzlichkeit zuzulassen bedeutet, die Notwendigkeit beider zu verstehen, und es geht vor allem darum, sich für eine Sache, die es wert ist, zu engagieren, sich rückhaltlos einzusetzen.

Verletzlichkeit darf man nicht mit Schwäche verwechseln. Und die Ungewissheit, das Risiko und die emotionale Blöße, denen wir tagtäglich ausgesetzt sind, stehen nicht grundsätzlich zur Disposition. Wir haben lediglich die Wahl, inwieweit wir uns täglich darauf einlassen. Unsere Bereitwilligkeit, zu unserer Verletzlichkeit zu stehen und sie zuzulassen, bestimmt das Ausmaß unseres Muts und der Klarheit, mit der wir unser Ziel sehen. Der Grad, in dem wir uns gegen die Verletzlichkeit zu schützen versuchen, ist ein Maß für unsere Angst und unsere Unverbundenheit.

Wenn wir in unserem Leben darauf warten, irgendwann einmal perfekt oder unverwundbar zu sein, bevor wir in die Arena treten, opfern wir letztlich Beziehungen und Gelegenheiten, die vielleicht nie wiederkehren. Wir verschwenden unsere wertvolle Zeit im Jetzt und missachten unsere Gaben, jene einzigartigen Beiträge, die nur wir leisten können.

Perfektion und Unverwundbarkeit zu erlangen ist ein verführerisches Ziel, aber im menschlichen Leben unrealistisch. Wir müssen in die Arena treten, wie und wo immer sie sich uns auch darbieten mag – als eine neue Beziehung, eine wichtige Konferenz, ein schöpferischer Prozess oder ein schwieriges Gespräch in der Familie. Und wir müssen uns mutig und bereitwillig darauf einlassen. Statt am Rand sitzen zu bleiben und mit Urteilen und klugen Sprüchen zu blenden, müssen wir es wagen, mitzumachen und uns einzubringen. Das ist gemeint, wenn wir davon sprechen, Verletzlichkeit zuzulassen. Das heißt es, etwas Großes zu wagen.

Lassen Sie uns in diesem Buch nun also gemeinsam die Fragen untersuchen, die uns auf dem Weg dorthin begleiten:

- Was steckt hinter der Angst, sich verletzlich zu zeigen?
- Wie schützen wir uns selbst vor der Verletzlichkeit?
- Welchen Preis zahlen wir, wenn wir uns abschotten und zurückziehen?
- Wie können wir zu unserer Verletzlichkeit stehen und sie zulassen, damit sich ein allmählicher Wandel in der Art und Weise vollzieht, wie wir leben, lieben, erziehen und in Führungspositionen auftreten? (...)“


We love robots: Studie untersucht Empathie für Maschinen

Maschinen mit künstlicher Intelligenz halten Einzug in unser tägliches Leben. Haushalt und Gesundheitswesen sind nur zwei von vielen Beispielen. Wie stehen wir diesen neuen Helfern und täglichen Begleitern gegenüber? Welche Eigenschaften und womöglich "Empfindungen" interpretieren wir in sie hinein? In einer Studie kreierten Forscher der Universitäten Nijmegen und München ein "moralisches Dilemma" und deckten die Zuschreibungen auf, mit denen wir Maschinen vermenschlichen. Spannender Ansatz!

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Sinnhaftigkeit: Sechs Tipps für mehr Sinn bei der Arbeit

Keine Frage! Arbeit macht in jedem Fall Sinn - schon deshalb, weil Gehalt fließt. Doch das reicht nicht aus, um uns zur Arbeit zu motivieren, unser Bestes zu geben und vorankommen zu wollen. Wie Arbeit gestaltet sein muss, damit sie als sinnvoll wahrgenommen wird, was wir selbst dafür tun können, Sinn bei der Arbeit zu erleben - die WirtschaftsWoche hat in ihrem Online-Beitrag guten Rat parat.

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Und deshalb: Achte auf Deine Worte!

• Vor allem auf die Sorte derer, die verletzen – die Menschen entsetzen.
• Die Nationen auseinander dividieren, ohne sich vor Unwahrheiten zu genieren.
• Und deshalb: Achte auf Deine Worte!


• Und wähle eine Sorte, die Menschen vielleicht sogar beglückt.
• In denen sich Respekt nicht allzu sehr versteckt.
• Und deshalb: Achte auf Deine Worte!
• Denn Worte können heilen und also lass uns doch verweilen – im Nachdenken, im Sinnieren.
• Denn gute Worte brauchen Zeit.
• Worte berühren, verführen, betören und zerstören.
• Worte verletzen und können heilen.
• Mal eilen sie von Herz zu Herz, kritisieren und verursachen Schmerz.
• Worte phantasieren, dirigieren, schwadronieren, kontrollieren, insistieren, faszinieren, aktivieren.
• Worte bringen gute Ziele zum Sieg.
• Gewinnen und nehmen Abschied.
• Worte formen Beziehungen.
• Und auch, wenn es Dich bedrückt, sie entscheiden über Glück – und Unglück.
• Worte weisen Dich in Deine Schranken oder lassen Dich Gedanken tanken.
• Worte kannst Du wörtlich nehmen.
• Und deshalb: Achte auf Deine Worte!
• Also los! Machen wir die Welt zu einem besseren Ort.
• Und am Anfang steht das Wort!

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Erfolg: „ich will“ wichtiger als „ich kann“

Wir wussten es doch längst. Über privaten und beruflichen Erfolg entscheidet weniger die Intelligenz als die Willensstärke. Wer bereit ist, sich allen Widerständen zum Trotz durchzusetzen und Durchhaltevermögen beweist, hat die Nase vorn. Soweit die Kurzfassung: Welche Faktoren im Zusammenspiel mit der Willenskraft noch ausschlaggebend sind und wie wir an unserem Wollen arbeiten können, beschreibt der Autor des Artikels, den wir Ihnen heute empfehlen.

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"Die Persönlichkeitsentwicklung ist niemals fertig". Ein Interview mit der Psychologieprofessorin Jule Specht

Früher galt: Mit 30 sind wir, wer wir sind. Neue Ergebnisse zeigen: Gerade im Alter verändern sich viele noch einmal radikal. Was formt unsere Persönlichkeit? Überraschung! Zum Teil sind es ganz andere Faktoren, als wir meinen. Zeit online sprach mit Jule Specht, Professorin für Persönlichkeitspsychologie an der Humboldt-Universität Berlin. Die junge Wissenschaftlerin und ihr Team fanden Interessantes heraus: zum Beispiel, dass der Job unser "Wesen" stärker verändert als die Geburt eines Kindes.

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Arbeiten am Wochenende: Und was ist mit der Work-Life-Balance??

Immer mehr Menschen arbeiten am Wochenende. Freiwillig und aus unterschiedlichen Gründen. Dass das für den viel geforderten Einklang von "Arbeit" und "Leben" sogar förderlich sein kann, fanden jetzt Organisations- und Personalpsychologen der Universität Rostock heraus. Sie ließen über 80 Berufstätige mehrere Monate lang Tagebuch führen und konnten zeigen: "Erholung und Arbeit am Wochenende schließen sich keinesfalls aus und können mit einer gelungenen Work-Life-Balance vereinbar sein“, so der Hauptautor der Studie, Oliver Weigelt.

Unter welchen Umständen das Arbeiten am Wochenende förderlich ist und unter welchen nicht, fasst ein Bericht auf dem Portal "Wirtschaftspsychologie aktuell" prägnant zusammen. Dort außerdem: der Link zum Fachartikel.

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Bewerber umschmeicheln – Gekündigte verstoßen?

Kündigungen sind im beruflichen Umfeld oft unvermeidlich. Sie können Menschen aus dem Gleichgewicht bringen. Ob das passiert, hängt auch von der Unternehmenskultur ab. Wie es um Letztere in Bezug auf Kündigungen in der Schweiz steht, hat die Firma NeumannZanetti&Partner in einer Studie untersucht. Die Ergebnisse sind über die Schweizer Grenzen hinaus interessant.

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Immer habe ich es schwerer als die anderen!

Nicht selten meinen Geschwisterkinder, ihre Schwester oder ihr Bruder habe mehr Freiheiten gehabt, mehr Lob und weniger Bestrafungen erfahren und sei auch insgesamt von den Eltern bevorzugt worden. Wenn man aber die Schwester oder den Bruder fragt, erhält man häufig dieselbe Antwort – der oder die andere habe es leichter gehabt als sie selbst. Wie kommt es zu diesem Gefühl der Ungleichbehandlung, das paradoxerweise auf beiden Seiten herrscht?

Die Antwort der Sozialpsychologie: Eigene Hindernisse im Leben werden häufig in ihrem Ausmaß überschätzt, weil sie leicht erinnert werden. Warum das so ist und warum bei allen Menschen der gleiche Mechanismus greift - lesen Sie es nach! Ein Beitrag auf der Website www.forschung-erleben.uni-mannheim.de erläutert die Hintergründe.

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Umfrage digitale Arbeitswelt: Wie gewappnet sind die Generationen?

Das Demographie Netzwerk (ddn) führt eine generationenübergreifende Online-Befragung zu den Veränderungen unserer Arbeitswelt im digitalen Wandel durch. Die Ergebnisse ermöglichen eine differenzierte Sichtweise bei der Gestaltung von zukunftsfähigen HR-Strategien und werden auf dem ddn Aktionstag am 14. September 2017 in der Industrie- und Handelskammer zu Düsseldorf präsentiert.

Weitere Informationen zur Online-Umfrage, einen Link zur Teilnahme sowie zum ddn hat die Internetseite www.wirtschaftspsychologie-aktuell.de für alle Interessierten zusammengestellt.

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Sieben Tugenden für den Unternehmenserfolg

Tugenden wie Demut, Fleiß und Mäßigung erfahren zurzeit eine Renaissance. Davon profitieren nicht nur der Einzelne und sein Umfeld. Wenn Unternehmen und ihre Führungskräfte traditionelle Werte für sich wiederentdecken, hat die gesamte Wirtschaft etwas davon.

Anselm Grün, Benediktinermönch und vielfach ausgezeichneter Bestseller-Autor, hat sich auf die Suche nach den Sünden und den Tugenden der Unternehmensführung begeben. Grün und den Ergebnissen seiner Suche widmet sich ein ausführlicher Beitrag von Johannes Steger in der "WirtschaftsWoche". Erhellend!

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Begriffe des Alltags, erforscht mit einem Augenzwinkern: das "Meeting"

Fast täglich sitzen wir in mindestens einem, gemeinsam und manchmal einsam, zumindest mit unserer Meinung. Das Meeting: so notwendig wie gefürchtet, Profilierungsplattform, ab und zu auch Zeitverschwendung. Was herkunftssprachlich im Wort "Meeting" eigentlich drinsteckt, darüber hat sich der weise Coach Dr. Roland Henssler schon in den 90ern Gedanken gemacht ... und tatsächlich: Seine Definition trifft noch immer zu. Zurücklehnen und "auf der Zunge zergehen" lassen!

"Meeting: Das Wort setzt sich zusammen aus dem Englischen me = ich, mir, verstärkt durch die Anhängung des zweiten e = ich ganz besonders!, nur ich! und dem altgermanischen ting (auch thing geschrieben) = Volksversammlung unter freiem Himmel. Das Meeting ist also eine Versammlung von vielen (die manchmal im Regen stehen) zur Durchsetzung des eigenen Willens."

Aus: "Hensslers kleines Managementlexikon: Das Nachschlagewerk für strebsame Manager zur erbaulichen Erleuchtung", von Dr. Roland Henssler, Remshalden, 1992/93


Aktiv zugehört – besser verhandelt

Gutes Zuhören ist eine Frage der Übung. Und es lohnt sich, an dieser Eigenschaft zu arbeiten! Denn kommunikative Fähigkeiten werden im Berufsleben immer wichtiger. Der Harvard-Professor William Ury etwa hat untersucht, wie sich gutes Zuhören vorteilhaft in Verhandlungssituationen auswirkt. Demnach kommen gute Zuhörer schneller und effizienter zu einem Verhandlungserfolg als Menschen, die sich vor allem auf ihre eigenen Argumente fokussieren.

Was gutes Zuhören für den beruflichen Erfolg leistet, das lesen Sie in einem Beitrag der „Zeit“.

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